Bautenschutz,
Mauertrockenlegung, Sanierung Bautenschutz, Mauertrockenlegung,
Sanierung
Einsatzergebnisse
mit Wasserglas in Verbindung mit einem
Katalysator.
Vor Jahren
(1988) war ich als Leitender technischer Berater in einer
Niederlassung des schwedischen Konzerns tätig.
Unsere Spezialaufgabe war es, Gesundheitsprobleme verursacht durch
fehlerhafte Belüftungs-systeme, chemische Zersetzung von
Erzeugnissen und Materialien hauptsächlich auf Grund von
Feuchtigkeitseinwirkung zu lösen.
Allmählich wurde uns klar, dass chemische gebundene Nässe bzw.
Feuchtigkeit, wo H2O-Moloküle in einer alkalinen Lösung integriert
sind , unter normalen Temperaturbedingungen aus Beton gleich in
welcher Form nicht entfernt werden kann. Es sei denn CO2 =
Kohlendioxyd wird bei einer relativen Feuchtigkeit von 50 –
93 % auf die Oberfläche aufgetragen, wodurch Hydroxyde im Beton
karbonisieren, während Hydroxyde in liquider Form kristallisieren
und H2O Moleküle verflüchtigen.
Da alkaline Lösungen mehr oder weniger nicht verdunsten, kann die
relative Feuchtigkeit im Beton mit normalen Messgeräten für
relative Feuchtigkeit nicht gemessen werden.
Beton-Karbonisierung ist in sich kein Problem, aber wenn es sich um
zumeist stahlarmierten Beton handelt, ist der
Karbonisierungsprozess bei fallendem PH-Wert der Zerstörungsfaktor
par excellenc. Die Eisenoxydschicht der Armierung wird passiviert,
worauf die Korrosion einsetzt.
Weder wir noch die befassten Chemotechniker waren in der Lage den
chemischen Prozess, wodurch Natronsilikat mit Alkali reagiert,
wirklich zu begreifen. Denn es ist eine Erfahrungstatsache, daß der
Einsatz von Natronsilikat die Betonstruktur schwächt.
Angesichts des Tatbestandes, daß die Betonfläche des Flughafens in
1986 mit Wasserglas behandelt worden
sind und danach auf 4 verschiedene Flächen Epoxydharz aufgetragen
wurde, nachdem 20 Spezialfirmen mit ihren Beschichtungen versagten
haben, sahen wir uns gezwungen, das Nationale Schwedische
Materialprüfungsamt mit Zug- bzw. Reistests zu beauftragen.
Die Testergebnisse übersteigen die Erwartungen der
Sachverständigen. Der Beton hatte an
Festigkeit
erheblich zugenommen, und keiner
verstand, warum. Unser Problem war jetzt, dieses alle Regeln der
Technik widersprechende Ergebnis wissenschaftlich zu erklären (mit
anderen Worten: Das Ergebnis war zu schön, um wahr zu sein) und zu
untermauern. Aber es fehlte in Schweden nach 1957 an
Schulungsmaterial und Wissen auf dem Gebiet Silikatchemie.
Schweden hatte zu jener Zeit Feuchtigkeitsprobleme mit ca. 15 Mil.
m2 Betonfläche.
Alle befassten Institutionen waren natürlich sehr skeptisch
gegenüber einem neuen Produkt, und vor allem, wenn dieses Produkt
bereits seit 1918 im Einsatz gewesen sein soll. Man fragt sich,
wieso dieses Produkt nicht längst weltweit im Gebrauch ist.
Der nächste Schritt für uns war, den genauen chemischen
Reaktionsablauf nachzuvollziehen und in Erfahrung zubringen, wie
lange eine Behandlung mit Wasserglas vorhält.
Wir stellten fest, dass Wasserglas mit einer Kombination von
Kalziumhydroxyd und Aluminium reagiert.
Die Kristallisierung hält ewig, es sei denn, man bringt Alkohol
oder organische Säure mit ins Spiel, also in den Beton ein.
Man sollte auch auf die mögliche Bildung von fehlerhaften
Aero-Silikat-Gel in Verbindung mit negativen wasserlöslichen
Kristallen achten, aber solange man dies weiß, ist dieser Vorgang
sehr leicht zu kontrollieren.
Die Chemie als solche ist nunmehr verständlich und viele
Kombinationsmöglichkeiten mit anderen Produkten zur
Feuchtigkeitsaustreibung aus Betonflächen sind nunmehr
realisierbar. Wir haben beschlossen, nun Wasserglas als
Betonverdichter und Versiegler einzusetzen, da sich damit für uns
eine neue Welt der Einsatzmöglichkeiten auftat. Die erhebliche
verkürzten Aushärtungszeiten gegenüber anderen Produkten (ca. 2-3
Std.) haben es ermöglicht, daß z.B. Besitzer von Appartementhäusern
keine Einnahmenverluste durch lange Abbindezeiten
mehr erleiden.
Meine
persönliche Bewertung nach 5 jährigem Einsatz mit Wasserglas
gipfelt
in dem Eingeständnis,
dass der Erfinder von Wasserglas mit Kathalysator
den
Nobelpreis für Chemie verdient
hätte.
Niemand hätte geglaubt, daß die mit Wasserglas erzielten Ergebnisse
je Wirklichkeit werden könnten.
Unser Unternehmen hat auf der letzten Vorstandssitzung als
realistisches Ziel die Abnahme von 5.000 Fässer a 55 Gal.
beschlossen.
Mit freundlichen Grüßen
Christopher Skogsberg
Technischer Direktor